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Satie

„Schon wieder Erik Satie? Natürlich. Der legendäre Kauz der Pariser Bohème hat den Klang des 20. Jahrhunderts bereichert - so originell, dass seine Musik spätere Generationen zu so mancher Bearbeitung animierte. Jacques Loussier etwa hat vor einigen Jahren einen gelungenen Jazz-Satie" vorgelegt. Nicht dass die Vier von Amarcord Wien" dezentes Jazzen
verschmähten - doch das Konzept ihrer Hommage ist ein anderes: Alle Satie-Preziosen, die den Straßencafés so viel näher sind als dem Konzertsaal, werden an ihre Wurzeln zurückgeführt.
Dafür bürgt schon die Besetzung: Violine, Cello und Bass (Sebastian Gürtler, Michael Williams und Gerhard Muthspiel) treffen auf das süffige Akkordeon von Tommaso Huber.
Und der zaubert aus seiner Quetschkommode wahrhaft Delikates hervor, schmiegt sich an die satte Kammermusik der Kollegen: ein Satie-Klang, der fast authentischer wirkt als die
Originale! Und jedes Stück kommt in neuem Gewand: Die berühmte erste Gymnopédie schwebt flott und leicht vorüber - keine Spur von kühlem Marmor. Gnossienne Nr.5 tänzelt in
Champagnerlaune am Montmartre. Gnossienne Nr.1 dehnt sich dann endlos zur melancholischen Steppenskizze. In der zweiten Gymnopédie prickeln swingende Pizzicati wie Latin-Jazz. Und wie sich's für Satie gehört, spielen die fantastischen Vier stets mit Schelmenhut: Das Klischee vom Kaffeehauswalzer lassen sie auch mal genüsslich in schrägen Katzenjammer umkippen.
Ein süffiges Ohrenfutter für Gourmets, bei dem sich trefflich der letzte Feierabend-Pernod schlürfen lässt.“

„Amarcord Wien ist eine der österreichischen Avantgarde Bands in der ersten Reihe. Ihre ausgefallene und spannende Musik ist in den letzten Jahren in halb Europa zu einem festen Begriff geworden. Jeder der vier Musiker ist für sich eine Koryphäe, zusammen weben sie homogene und äußerst einfallsreiche Klangmuster, die jenseits allen Mainstreams auch für weniger geschulte Ohren hör- und verstehbar bleiben. Das neueste Projekt beschäftigt sich ausschließlich mit dem französischen Komponisten Satie. „